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ROSSMANN setzt „Klasse 0“ mit 1 Million Euro Anschlussförderung fort

22.06.2026 | Unternehmen

Nach dem erfolgreichen Start der Initiative „Klasse 0“ im vergangenen März setzt die Drogeriemarktkette ROSSMANN ihr Engagement konsequent fort. Mit einer weiteren Million Euro sichert das Familienunternehmen die Anschlussförderung des Programms, das den Übergang von der Kita in die Grundschule pädagogisch eng begleitet und Bildungsungleichheiten gezielt abbaut. Während #wirfürschule weiterhin als operativer Partner begleitet, wächst das Fördernetzwerk der Dachinitiative: Namhafte Akteure aus Stiftung und Wirtschaft engagieren sich, um die frühkindliche Bildung gemeinschaftlich zu stärken.

 

Die Initiative trifft einen spürbaren Nerv: Erst am 15. Juni hat die Vorstellung des nationalen Bildungsberichts „Bildung in Deutschland 2026“ einmal mehr die tiefen strukturellen Herausforderungen im Schulsystem offengelegt. Erneut belegt der Bericht, dass Bildungsungleichheiten meist schon weit vor dem Schuleintritt entstehen und sich im weiteren Verlauf verfestigen können.[1] Genau an dieser sensiblen Schnittstelle setzt das Konzept von „Klasse 0“ an.

 

„Bei ‚Klasse 0‘ geht es uns keineswegs darum, bestehende Übergangsangebote zu ersetzen. Vielmehr etablieren wir ein stabiles Bindeglied für jene Kinder, denen andernfalls eine gezielte Vorbereitung auf den Schulstart verwehrt bliebe. Unser Engagement kann und soll die staatliche Verantwortung nicht ablösen. Aber wir haben einen funktionierenden Hebel geliefert. Daher laden wir die Bildungspolitik partnerschaftlich ein, diese Erkenntnisse aufzugreifen, damit aus unserem erprobten Modell ein flächendeckender Standard für den Übergang in die Grundschule wachsen kann.“, Raoul Roßmann, Sprecher der Geschäftsführung ROSSMANN.

 

Starke operative Partnerschaft und erste Erfolge

Die Bildungsinitiative #wirfürschule fungiert dabei als strategischer und operativer Partner der teilnehmenden Einrichtungen. Den Schulen stehen über #wirfürschule vielfältige Unterstützungs- und Vernetzungsangebote zur Verfügung. Diese werden durch digitale Materialien, Austausch- und Qualifizierungsformate sowie eine eigene Netzwerkplattform ergänzt, um einen schnellen und unkomplizierten Wissenstransfer zu ermöglichen.

 

Wie erfolgreich und agil die Schulen das Konzept bereits in der Praxis umsetzen, belegen die Ergebnisse einer ersten internen Umfrage von #wirfürschule[2] unter den teilnehmenden Standorten:

 

„Die ersten Monate von ‚Klasse 0‘ zeigen eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Förderpartner, Schulen und zivilgesellschaftliche Akteure ihre Kräfte bündeln. Innerhalb kurzer Zeit konnten bereits rund 2.500 Kinder erreicht und zahlreiche tragfähige Unterstützungsangebote für einen gelungenen Schulstart aufgebaut werden. Besonders beeindruckend ist die Energie, mit der die Schulen das Programm vor Ort gestalten und weiterentwickeln. Dort, wo Vertrauen, Gestaltungsspielräume und die richtigen Unterstützungsstrukturen zusammenkommen, entstehen Engagement, Kreativität und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Genau diese Aufbruchsstimmung erleben wir aktuell im gesamten Netzwerk. Die große Resonanz und die vielen positiven Rückmeldungen aus den Schulen zeigen, welches Potenzial in ‚Klasse 0‘ steckt. Umso mehr freuen wir uns, dass die Förderung weitergeht und wir gemeinsam mit den Schulen das Programm weiterentwickeln und noch mehr Kindern einen erfolgreichen Start in ihre Bildungsbiografie ermöglichen können.“ Tracy Kistner, Geschäftsführerin #wirfürschule.

 

Allianzen aus Stiftung und Wirtschaft

Für die kommende Förderrunde zeichnet sich ein starkes und breites Bündnis ab: So beteiligen sich unter anderem die Deutsche Bank Stiftung, die Alexander Gruner Stiftung, das erneut mitwirkende Chemieunternehmen BASF, die Stiftung Westfalen-Initiative für Eigenverantwortung und Gemeinwohl (SWI) sowie die BBBank Stiftung. Diese gebündelten Kräfte zeigen eindrucksvoll, wie Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen und das Bildungssystem an den entscheidenden Schnittstellen unterstützen.

 

Rückblick: In vier Monaten von der Idee zur bundesweiten Umsetzung

Ausgangspunkt des Programms war eine Ausgabe der ZDF-Talkshow „Markus Lanz“ im Oktober 2025. Raoul Roßmann wurde dort auf die tiefen strukturellen Herausforderungen an deutschen Grundschulen aufmerksam – insbesondere auf das Modell der Gräfenau-Grundschule in Ludwigshafen unter der Leitung von Barbara Mächtle. ROSSMANN suchte daraufhin den direkt im Fernsehen angeregten Austausch mit der Schulleiterin.

 

Aus diesem Impuls heraus entstand gemeinsam mit #wirfürschule in Rekordzeit ein bundesweites Leuchtturmprojekt. Nach dem Aufruf im Oktober und November bewarben sich über den Winter mehr als 250 Schulen. Im Januar wurden die Standorte ausgewählt und nach einer intensiven Onboarding-Phase starteten im März 2026 die ersten 150 Schulen durch – 100 davon direkt von ROSSMANN gefördert, 50 weitere durch das finanzielle Engagement zusätzlicher Partner.

 

Über „Klasse 0“ – Fit für den Schulstart

Das Programm „Klasse 0“ begegnet gezielt den wachsenden Herausforderungen beim Übergang von der Kita in die Schule. Es richtet sich an Kinder, die vor der Einschulung besonderen Unterstützungsbedarf zeigen. In kleinen Gruppen werden gezielt Kompetenzen in essenziellen Bereichen gestärkt: von der Sprache und Kommunikation über die sozial-emotionale Entwicklung bis hin zu motorischen Fähigkeiten und kreativen Ausdrucksformen. Das übergeordnete Ziel ist es, die natürliche Lernfreude der Kinder zu wecken, sie frühzeitig zu stärken und ihnen so einen selbstbewussten und sicheren Start in die erste Klasse zu ermöglichen.

 

Mehr dazu auf:rossmann.de/klasse0

 

[1]Autor:innengruppe Bildungsberichterstattung (2026). Bildung in Deutschland 2026. Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zu Bildungsungleichheiten nach sozialer Herkunft. wbv Publikation.

[2]Erste interne Wirkungsumfrage von #wirfürschule (Mai 2026) unter Beteiligung von bisher 101 der 150 geförderten Schulen.

Mit der Anschlussförderung können bereits teilnehmende Schulen, wie hier im niedersächsischen Wietze, ihre "Klasse 0" verlässlich fortführen. Foto: Daniel Pilar

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